Welche nachteiligen Klauseln gibt es im Arbeitsvertrag?

Arbeitsverträge regeln alle wichtigen Rechte und Pflichten, die Sie als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin gegenüber Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Arbeitgeberin haben. Der Inhalt dieser Dokumente kann umfangreich und komplex sein. Hier ist es gar nicht so einfach für Sie als Laie, den Überblick zu behalten. Umso wichtiger ist es, dass Sie die nachteiligen Klauseln kennen, die sich in vielen Arbeitsverträgen verstecken. Denn nicht immer sind die Formulierungen einwandfrei. In unserer Kanzlei der Rechtsanwältin Catharina Menzel sehen wir oft unsaubere Verträge. Dank unserer Erfahrung im Arbeitsrecht in München können wir Ihnen in diesem Ratgeber die notwendigen Hinweise geben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Darum ist das genaue Prüfen Ihres Arbeitsvertrags wichtig
  3. Der Arbeitsvertrag – nachteilige Klauseln, die Sie prüfen müssen
  4. Arbeitsvertrag durch den Profi checken lassen – so profitieren Sie davon
Hand liegt auf Arbeitsvertrag mit Klauseln
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Das Wichtigste in Kürze

  • Arbeitsverträge enthalten in vielen Fällen Klauseln, die zu erheblichen Nachteilen für Sie als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin führen können.
  • Zu den häufigsten Themen, bei denen sich nachteilige Formulierungen finden, gehören die Überstundenregelung, der Arbeitsort, die Kündigungsfrist, die Arbeitszeit und die Arbeitstage.
  • Lassen Sie Ihren Arbeitsvertrag idealerweise von einem Fachanwalt oder einer Fachanwältin prüfen, damit Sie nachteilige Klauseln erkennen und nach Bedarf streichen lassen können.

Darum ist das genaue Prüfen Ihres Arbeitsvertrags wichtig

Solange das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Unternehmen in Ordnung ist, treten Unstimmigkeiten zum Arbeitsvertrag in der Regel nur selten auf. Doch oft kommt es zu Konflikten, bei denen die vertraglichen Bestandteile relevant werden können. Indem Sie Ihren Arbeitsvertrag genau prüfen, können Sie schon vor Unterzeichnung diesen Problemen vorbeugen. Doch auch bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis macht die Prüfung Sinn, denn bei unwirksamen Klauseln oder fehlenden Vertragsinhalten lassen sich Benachteiligungen rechtlich anfechten.

Der Arbeitsvertrag – nachteilige Klauseln, die Sie prüfen müssen

Es gibt Klauseln, die sich in vielen Arbeitsverträgen finden und die schnell zu einem Nachteil für Sie als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin werden können. Hierbei finden sich immer wieder die folgenden Themen, die zu einem Streitpunkt werden können:

  • Kündigungsfristen
  • Überstunden und Mehrarbeit
  • Wochentage, an denen die Arbeitsleistung erbracht werden muss
  • Urlaubsanspruch
  • Gehalt
  • Arbeitsort

Dazu gehört beispielsweise die Formulierung: „Das Arbeitsverhältnis ist zum Zwecke der Erprobung befristet“. Denn hierdurch unterliegt Ihre Anstellung nicht einfach nur einer definierten Probezeit, innerhalb derer die gesetzlichen Kündigungsfristen nicht beachtet werden müssen, sondern diese Bedingung gilt unbefristet. Auch wenn Sie die Arbeitszeit nach „betrieblichen Erfordernissen“ richten soll, ist Vorsicht geboten. Denn bei erheblicher Mehrarbeit und Überstunden haben Sie hier nur schwer die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen.

Arbeitsvertrag durch den Profi checken lassen – so profitieren Sie davon

Die gezeigten Beispiele machen deutlich, dass viele Klauseln in Arbeitsverträgen zu einem erheblichen Nachteil werden können, ohne dass Ihnen dies bei Unterzeichnung bewusst sein kann. Es ist daher eine lohnenswerte Investition, den Arbeitsvertrag durch einen Fachanwalt oder eine Fachanwältin im Arbeitsrecht prüfen zu lassen. So wissen Sie genau, worauf Sie sich mit Ihrer neuen Anstellung einlassen und können negative Klauseln bei Bedarf streichen lassen. Rechtsanwältin Catarina Menzel steht Ihnen gerne zur Seite.